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Hydrocyanicum acidum – Fallbeispiel 5

von Deborah Collins

In Fall 5 geht es um einen 12 Jahre alten Jungen, der schon seit seinem vierten Lebensjahr öfter bei mir in Behandlung war. Er litt häufig unter Erkältungen, die manchmal in eine Bronchitis übergingen. Über die Jahre hinweg war es uns gelungen, die akuten Erkältungen mit unterschiedlichen Arzneimitteln homöopathisch zu behandeln, ohne auf Schulmedikamente zurückgreifen zu müssen, aber in letzter Zeit wurde seine Atmung immer schwerer und er musste ein Asthmaspray benutzen. Außerdem entwickelte er Allergien auf verschiedene Nahrungsmittel und schlief zunehmend schlecht. Wenn er dann doch in den Schlaf fand, träumte er oft vom Krieg und in seinen Träumen musste er weglaufen und sich verstecken. Für sein Alter sah er sehr ernst aus, als würde er alle Sorgen der Welt auf seinen Schultern tragen. Er hatte Ängste, die sich seine Eltern nicht erklären konnten – Angst vor dem Allein-sein und von seinen Eltern verlassen zu werden. Ich hatte ihm von Zeit zu Zeit Magnesium muriaticum gegeben, was seine Schlafstörungen für jeweils ein paar Wochen zu lindern schien, die aber dennoch immer wieder zurückkamen.

Der Junge hatte auch eine seltsame Faszination für den Zweiten Weltkrieg, seltsam deshalb, weil seine Eltern ihn in keiner Weise dazu ermutigten und die restliche Familie auch nicht viel mit diesem Thema zu tun hatte. Er aber wollte alles lesen, was er über diesen Krieg finden konnte, Kriege allgemein interessierten ihn nicht. Meist las er Erwachsenenliteratur darüber, insbesondere die Situation der Juden beschäftigte ihn sehr. Er wollte auch Polizist werden, damit er die Menschen vor Verletzungen schützen könne.

Erst nachdem ich andere Patienten mit ähnlichen Themen und Träumen erfolgreich mit Hydrocyanicum behandelt hatte, dachte ich daran, ihm dieses Mittel zu geben. Dieses Mal verschwanden die Schlafstörungen sofort und kamen auch nicht wieder. Auch die Träume vom Krieg und seine Faszination für Bücher über den Zweiten Weltkrieg hörten schlagartig auf. „Ich habe alles aus mir heraus geträumt, es ist jetzt aus und vorbei.“ Auch das Asthma wurde weniger und er konnte das Asthmaspray wieder absetzen. Auf meine Frage nach den Nahrungsmittelallergien berichtete seine Mutter: „Er kann jetzt alles essen, selbst Dinge, von denen er früher Asthma bekam. Aber das Seltsame ist, dass er sich weigert Brot zu essen, wenn es nicht ganz frisch ist. Sobald es einen Tag alt ist, weigert er sich, es zu essen und nimmt lieber ein Knäckebrot. Außerdem muss er immer am Brot riechen, weil er wissen will, ob es verschimmelt ist.“

Ich weiß nicht, ob dieses Symptom seitdem wieder verschwunden ist, aber es ließ mich an jemanden denken, der nur verschimmeltes Brot zum Essen hatte und jetzt nichts mehr zu sich nehmen will, das auch nur ansatzweise daran erinnert.

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Quelle: http://www.interhomeopathy.org/case_hydrocyanicum_acidum_5

Foto: Shutterstock_144352681, Copyright: Sunny studio

Hydrocyanicum acidum – Fallbeispiel 5

von Deborah Collins

In Fall 5 geht es um einen 12 Jahre alten Jungen, der schon seit seinem vierten Lebensjahr öfter bei mir in Behandlung war. Er litt häufig unter Erkältungen, die manchmal in eine Bronchitis übergingen. Über die Jahre hinweg war es uns gelungen, die akuten Erkältungen mit unterschiedlichen Arzneimitteln homöopathisch zu behandeln, ohne auf Schulmedikamente zurückgreifen zu müssen, aber in letzter Zeit wurde seine Atmung immer schwerer und er musste ein Asthmaspray benutzen. Außerdem entwickelte er Allergien auf verschiedene Nahrungsmittel und schlief zunehmend schlecht. Wenn er dann doch in den Schlaf fand, träumte er oft vom Krieg und in seinen Träumen musste er weglaufen und sich verstecken. Für sein Alter sah er sehr ernst aus, als würde er alle Sorgen der Welt auf seinen Schultern tragen. Er hatte Ängste, die sich seine Eltern nicht erklären konnten – Angst vor dem Allein-sein und von seinen Eltern verlassen zu werden. Ich hatte ihm von Zeit zu Zeit Magnesium muriaticum gegeben, was seine Schlafstörungen für jeweils ein paar Wochen zu lindern schien, die aber dennoch immer wieder zurückkamen.

Der Junge hatte auch eine seltsame Faszination für den Zweiten Weltkrieg, seltsam deshalb, weil seine Eltern ihn in keiner Weise dazu ermutigten und die restliche Familie auch nicht viel mit diesem Thema zu tun hatte. Er aber wollte alles lesen, was er über diesen Krieg finden konnte, Kriege allgemein interessierten ihn nicht. Meist las er Erwachsenenliteratur darüber, insbesondere die Situation der Juden beschäftigte ihn sehr. Er wollte auch Polizist werden, damit er die Menschen vor Verletzungen schützen könne.

Erst nachdem ich andere Patienten mit ähnlichen Themen und Träumen erfolgreich mit Hydrocyanicum behandelt hatte, dachte ich daran, ihm dieses Mittel zu geben. Dieses Mal verschwanden die Schlafstörungen sofort und kamen auch nicht wieder. Auch die Träume vom Krieg und seine Faszination für Bücher über den Zweiten Weltkrieg hörten schlagartig auf. „Ich habe alles aus mir heraus geträumt, es ist jetzt aus und vorbei.“ Auch das Asthma wurde weniger und er konnte das Asthmaspray wieder absetzen. Auf meine Frage nach den Nahrungsmittelallergien berichtete seine Mutter: „Er kann jetzt alles essen, selbst Dinge, von denen er früher Asthma bekam. Aber das Seltsame ist, dass er sich weigert Brot zu essen, wenn es nicht ganz frisch ist. Sobald es einen Tag alt ist, weigert er sich, es zu essen und nimmt lieber ein Knäckebrot. Außerdem muss er immer am Brot riechen, weil er wissen will, ob es verschimmelt ist.“

Ich weiß nicht, ob dieses Symptom seitdem wieder verschwunden ist, aber es ließ mich an jemanden denken, der nur verschimmeltes Brot zum Essen hatte und jetzt nichts mehr zu sich nehmen will, das auch nur ansatzweise daran erinnert.

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Quelle: http://www.interhomeopathy.org/case_hydrocyanicum_acidum_5

Foto: Shutterstock_144352681, Copyright: Sunny studio




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